Transparenz

Was JOX zu jedem Lauf weiß.

Wenn ein Job fehlschlägt — oder wenn die Revision fragt, was vor zwei Jahren in Produktion lief — entscheidet die Tiefe der Persistenz, ob Sie sofort eine Antwort haben oder Stunden suchen. JOX persistiert jeden Lauf transaktional im Repository: Status, aufgelöste Werte, Vor/Nach-Zustände, parallel-laufende Activity und versendete Notifications. SQL-Statements sind grundsätzlich erfasst; OS-Job-Output ist pro Template konfigurierbar.

Pro Lauf erfasst

Sieben Dimensionen, jeder Lauf.

Status

Erfolg oder Fehler — binär und ehrlich.

Jeder Lauf wird mit präzisen Zeitstempeln transaktional im Repository persistiert: Start, Ende, Dauer, Status. Der Returncode wird binär gewertet: 0 = OK, alles andere = Fehler. Diese Klarheit erlaubt eine schnelle, geradlinige Template-Entwicklung — keine Endcode-Akrobatik, kein Mapping-Tabellen-Pflege.

OS-Job-Output

stdout / stderr auf Wunsch. Umgebungsvariablen immer.

stdout und stderr werden pro Job-Template über Load Output aktivierbar im JOX-Repository persistiert — ungekürzt, nicht nur "letzte N Zeilen". Default ist aus; das Log-File bleibt dann auf dem Server. Die Umgebungsvariablen jedes OS-Job-Laufs sind dagegen immer erfasst — inklusive der von JOX vordefinierten Variablen wie JOX_JOB_ID, die jedem Lauf eine eindeutige, nachvollziehbare Identität geben.

SQL-Detail

Alle Statements. Daten je nach Statement-Typ.

Bei SQL-Actions, SQL-Pipes und SQL-Extracts werden alle ausgeführten Statements persistiert — nicht der Code im Template, sondern das, was nach Variablen-Auflösung tatsächlich an die DB ging. Die Daten sehen Sie direkt in der JOX-GUI:

  • SQL-Actions mit SELECT: Resultate erscheinen automatisch.
  • SQL-Pipes: pro Zwischenergebnis konfigurierbar (Load Data).
  • SQL-Extracts: konfigurierbar mit Zeilen-Limit (Load Data + Record Number Limit).
Auflösung

Welcher Pfad, welcher Account, welcher Parameter tatsächlich verwendet wurde.

System Functionalities sind die abstrakten Funktionalitäts-Bindungen eines Templates — etwa bin_dir oder billing_schema. Sie zeigen pro Location × Area auf konkrete Verzeichnisse oder DB-Accounts. Zusätzlich werden klassische JOX-Variablen (z.B. Order-Parameter) zur Run-Time aufgelöst. Im Run-Record sehen Sie nicht die Namen, sondern die konkreten Werte — den Pfad, den Account, den Parameter, die tatsächlich verwendet wurden.

Vor / Nach

Welche Dateien sich geändert haben. Welcher DB-Zustand vorher und nachher war.

Welche Dateien hat der Lauf erzeugt oder angefasst? Und welcher Datenbankzustand war unmittelbar vor und nach der Ausführung sichtbar? Diese Vor/Nach-Sicht macht aus einer reinen Output-Persistenz eine vollständige Auswirkungs-Bilanz — entscheidend für nachgelagerte Audits und Re-Run-Entscheidungen.

Activity Context

Was sonst noch parallel zu diesem Lauf lief.

Aus jedem Lauf-Detail springen Sie direkt in den Activity Report für das exakte Zeitfenster — und sehen alle Jobs, die z.B. parallel auf derselben Location oder in derselben Area liefen. Das ist oft die Schlüssel-Information, wenn ein Job z.B. unter Last anders reagiert als isoliert.

Notifications

Welche Mails an welche Empfänger versendet wurden.

Jede E-Mail, die JOX als Reaktion auf den Lauf versendet hat, wird mit Empfänger-Liste und vollständigem Body persistiert. Bei area-abhängigen Verteilern sehen Sie die konkrete Auflösung — wer also tatsächlich benachrichtigt wurde.

Mit JOX haben wir einen äußerst zuverlässigen Scheduler mit deterministischen Ergebnissen, der aufgrund der Historisierung von Abläufen und Ergebnissen die Wirtschaftsprüfer mehr als zufriedenstellt.

In der Praxis

Was die Persistenz wirklich wert ist.

Forensik — fehlgeschlagener Billing-Lauf und Wiederanlauf

Der Billing-Lauf von gestern Nacht ist um 02:17 abgebrochen. Statt im Verzeichnis nach Log-Files zu suchen, öffnen Sie die Order in JOX. Der fehlgeschlagene Job ist sofort sichtbar — rot markiert. Output ist vollständig da. Als letzte Zeile steht "Segmentation fault", es gibt eine Core-Datei — ein Fehlerbild, das ganz selten vorkommt. Ein Blick in die JOX-Gruppe "Server Configuration Checks" in die Order von gestern Abend auf der Billing-zuständigen Location zeigt: gestern hat eine Betriebssystem-Patch-Einspielung stattgefunden, durch die eine vom Billing-Modul verwendete Lib ersetzt wurde. Nach Wiederherstellung der Lib werden die Jobs der Billing-Order, die ab dem Upgrade-Zeitpunkt gelaufen sind — inklusive des Billing-Runs selbst — rekursiv wiederholt.

Compliance — externe Revisoren stellen Fragen

"Welche Migrations-Skripte sind im April 2024 auf der Production-DB ausgeführt worden, und wer wurde benachrichtigt?" Activity Report inklusive archivierter Jobs zeigt die Migrations-Order. Die Order wird per Restore in ein paar Sekunden aus dem Archiv geholt. Alles da: Status, Output, aufgelöste Werte, Anzahl der durch SQL geänderten Rows, Mail-Trail.

Replay — einen historischen Lauf reproduzieren

Ein Kunde beanstandet eine Abrechnung aus dem letzten Quartal. Sie wollen den Lauf identisch reproduzieren. JOX-Order kopieren und laufen lassen — gleiche Area, Locations und Parameter sind automatisch da.

Gespräch

Wollen Sie das in Aktion sehen?

Eine Demo zeigt das Lauf-Detail anhand eines konkreten Use-Cases aus Ihrer Welt. Eine kurze Mail mit dem Anwendungsfall genügt — dann zeigen wir Ihnen die Forensik-Tiefe an Ihrem Beispiel.